Donnerstag, 17. März 2011

Pferderasse Nonius

Der Nonius ist die älteste ungarische Warmblutpferderasse, die nicht auf die einheimische ungarische Landrasse zurückgeht. Die Nonius wurden auf dem von Josef II. gegründeten Gestüt Mezöhegyes gezüchtet. Der Stammvater der Rasse war ein Anglonormannischer Hengst, der 1810 geboren wurde und unter dem Namen „Nonius Senior“ bekannt war.


Quelle dieses Fotos: Wikipedia
Bild: Tommy lieven at hu.wikipedia


Der Nonius ist ein großrahmiger, muskulöser, mittelschwerer bis schwerer Warmblüter im Kutschpferdetyp. Nonius-Pferde werden in zwei Typen unterteilt: der kleinere misst ein Stockmaß von 145- 155 cm, während der große Typ auf bis zu 165 cm heranwächst.

Zumeist sind Braune, Dunkelbraune und Rappen mit leichtem Rotstich zu finden. Kastanienbraune und Füchse sind selten. Weiße Abzeichen sind selten und wenn sie vorhanden sind, nur in geringem Ausmaß.

Der Nonius ist ruhig und hat einen guten Charakter, trotzdem kann ein Nonius auch sehr lebhaft werden, hat aber trotzdem ein ausgeglichenes Temperament und ist sehr gutmütig und lernwillig. Er zeichnet sich durch Zuverlässigkeit, Robustheit, leichte Handhabung und Leistungsfähigkeit aus. Weiters ist der Nonius auch sehr nervenstark. Er ist frühestens mit sechs Jahren ausgewachsen, erreicht dabei ein hohes Lebensalter und ist sehr fruchtbar. Der Nonius ist sehr vielseitig einsetzbar, als Zugpferd in der Landwirtschaft, als Kutschpferd und darüber hinaus als Reitpferd.

Die Nonius wurden auf dem von Josef II. gegründeten Gestüt Mezöhegyes gezüchtet. Der Stammvater der Rasse war ein Anglonormannischer Hengst, der 1810 geboren wurde und unter dem Namen „Nonius Senior“ bekannt war. Der Hengst kam 1816 nach Mezöhegyes, wo er bis zu seinem Tod 1832 als Deckhengst eingesetzt wurde. Trotz des eher unansehnlichen Äußeren des Hengstes deckte er in den folgenden Jahren unzählige Lipizzaner-, Andalusier-, Kladruber-, Araber-, und Halbblutstuten, wodurch außerordentlich harte und leistungsfähige Arbeitspferde entstanden.
Der kleinere Reitpferd-Typ kam durch die Einkreuzung von Englischen Vollblütern zu stande. Der große Nonius wurde insbesondere als Kutschpferd genutzt, dieser Schlag ähnelt dem Gründerhengst mehr als der kleine Nonius. In der Fahrpferdezucht werden teilweise „überlange“ Exemplare produziert, die durch einen ausdauernden und raumgreifenden Trab überzeugen, allerdings sind die Rücken dieser Pferde für größere (schwerere) Reitlasten zu weich.

Heute stehen in Mezohegyes 40 und in Hortobágy 60 Stuten. Insgesamt leben etwa 450 Stuten und 80 Hengste der Rasse Nonius in Ungarn. Auch in Rumänien und Serbien-Montenegro gibt es ungarischstämmige Nonius-Bestände mit kleiner Anzahl. 

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